Am Freitag, den 28.7.2006, war es soweit. Erstmals geht der neue Beiwagen der RuhrtalBahn mit auf die Strecke. Denn die bisher eingesetzten Kapazitäten im Motorwagen und Steuerwagen mit 110 Sitz- plätzen reichen nicht mehr aus, da zunehmend größere Gruppen mit der RuhrtalBahn fahren. Der neue Beiwagen wird zwischen die beiden vorhandenen Fahrzeuge eingesetzt und fährt bei der ersten Fahrt von Bochum-Dahlhausen nach Hagen Hbf und zurück mit. Damit verfügt die RuhrtalBahn dann über insgesamt ca. 160 Sitzplätze, die morgen zu einem großen Teil für die Fahrgäste einer großen Leserreise benötigt werden.
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Von außen sehen alle drei Fahrzeuge nahezu identisch aus, doch von innen gibt es wesentliche Unterschiede, so Stefan Tigges, Geschäftsführer der RuhrtalBahn: „Der Motorwagen hat zwei Motoren und zwei Führerstände für die Steuerung, der Steuerwagen hat nur einen Führerstand und der Beiwagen ist ein klassischer Anhänger ohne eigene Steuerung und Antriebe.“
Tigges erinnert sich, stolz auf die Leistung seiner Werkstattmitarbeiter, an die Übernahme des Fahrzeuges. „Im Januar 2006 konnten wir noch durch die Bohlen des Fußbodens durchsehen, jegliche Innenausstattung und der Bus bot ein klägliches Bild – und knapp 5 Monate später ist das Fahrzeug komplett und liebevoll wieder aufgebaut“. Die zunehmende Anzahl großer Reisegruppen macht den Einsatz des Fahrzeuges notwendig, aber: „Der Motorwagen muss schon mit zwei Anhängern mit Vollgas fahren, deshalb rangieren wir den Beiwagen ohne angemeldeten Bedarf immer wieder aus dem Zug heraus. Echte Fans sollten also morgen zur ersten Fahrt 8.50 Uhr ab Eisenbahnmuseum bzw. 10:13 Uhr ab Hagen Hbf kommen, danach fahren wir weiter nur zweiteilig, also mit Motor- und Steuerwagen weiter“ so Tigges.
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